Schluss mit Strahlfäule
Das Strahlhorn ist weicher als das Hufsohlen- und Hufwandhorn. Durch die veränderte Struktur können Keime in das Horn eindringen. Strahlfäule kann schmerzhaft für das Pferd sein und zu Lahmheiten führen.
„Strahlfäule entsteht durch Urin. Harnstoff weicht das Strahlhorn auf,“ erklärt Uwe Lukas, staatlich anerkannter Hufbeschlagschmied. „Intensive Boxenpflege ist deshalb oberstes Gebot, um Strahlfäule zu verhindern“, betont er. Die regelmäßige und sorgfältige Hufpflege ist ebenso wichtig, angefangen beim normalen Hufe auskratzen.
Werden betroffene Hufe nicht sorgfältig gereinigt, können auch entsprechende Pflegemittel nicht vollumfänglich wirken: „Das ist dann ungefähr wie Schminken ohne Waschen“, versinnbildlicht Lukas. Er empfiehlt außerdem keine zu langen Intervalle bei der Hufbearbeitung zu wählen, damit eventuelle Probleme frühzeitig entdeckt und behandelt werden können.
Hufe, die bereits von Strahlfäule befallen sind, sollten deshalb mindestens alle vier bis sechs Wochen bearbeitet werden. Im Zweifelsfall sind Zwischentermine ratsam. Bei Pferden in reiner Weidehaltung kommt Strahlfäule übrigens deutlich seltener vor.
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