Leseprobe
Das macht Weihegold 2022

Lohne – Mit dem Jahr 2021 endet der Leasingvertrag zwischen Isabell Werth und Christine Arns-Krogmann für Weihegold OLD. Die Oldenburger Stute kehrt im kommenden Jahr auf den Hof der Pferdezüchterin zurück. Ihr Plan für „Weihe“: viel Weide, ein bisschen Familienpferd und vor allem Mamasein.
Wissen Sie schon, welche Box „Weihe“ bekommt?
Christine Arns-Krogmann: „Ja, sie wird voraussichtlich in die Box zurückkehren, in der sie als Dreijährige schon stand. Von meinem Schlafzimmerfenster aus kann ich dann zu ihr schauen. Das fühlt sich gut an.“
Weihegold hat ihr Leben verändert, oder?
„Sehr sogar. Ich habe sie anderthalbjährig, mitten im Studium gekauft. Und zwar aus der Box heraus und nach vielen, vielen Anrufen bei ihrem Besitzer. Der wollte sie nämlich nicht abgeben. Schlussendlich haben wir einen Deal gemacht. Ich musste noch eine Stute kaufen, um Weihe zu bekommen. Ich wollte sie als Zuchtstute haben. Ihr sportliches Talent hat mich aber beim Anreiten überzeugt. Der Rest ist Geschichte.“
Wie geht Weihegolds Geschichte nun weiter?
„Sie soll Mama werden. Ein Fohlen zur Welt bringen, vielleicht vorher eines per Embryotransfer (Anm. der Redaktion: Weihegold hat via Embryotransfer schon mehrere Nachkommen). Von welchem Hengst wissen wir noch nicht. Wir haben viele im Kopf. Außerdem werde ich Weihegold hobbymäßig weiterreiten, unsere Kinder vielleicht auch. Sie ist so rittig und vererbt das auch. Ihre Kinder machen beim Reiten echt Spaß.“
Sie haben selbst Weihegold-Töchter in der Zucht.
„Genau, drei und mittlerweile auch Enkeltöchter. Auf dem Stamm bauen wir auf. Pro Jahr kommen etwa 20 Fohlen bei uns zur Welt. Der Bestand ist seit dem Kauf von Weihegold auf 80 Pferde gewachsen. Als ich 2007 angefangen habe, hatten wir sieben Boxen. Wir sind mit ihr gewachsen. Sie hat uns, Isabell Werth, allen, die mit ihr arbeiten durften, so viel gegeben, dass sie ihre Rente nun mehr als verdient hat. Wo genau sie verabschiedet wird, entscheiden wir noch.“